Magenkrebs

Der Magenkrebs (=Magenkarzinom) ist eine bösartige Erkrankung der Magenschleimhaut. Das Karzinom wächst zunächst auf der inneren Oberfläche, durchdringt später die gesamte Magenwand und bildet Tochtergeschwülste (=Metastasen) in den Lymph-
knoten und den übrigen Organen des Körpers.
Der Ausbreitungsgrad wird nach der Formel TNM eingeteilt
(T= Primärtumor, N= Lymphknoten, M= Metastasen).

Die Patienten beklagen Gewichtsverlust, Übelkeit und Erbrechen, Bauchschmerzen, Appetitlosigkeit, Gewichtsabnahme, Schwäche, manchmal auch schwarz gefärbte Stühle. Wenn diese Beschwerden länger als 2-3 Wochen anhalten, veranlaßt der behandelnde Arzt eine Magenspiegelung (=Gastroskopie), mit der die gesamte Oberfläche des Magens angeschaut (=inspiziert) werden kann. Mit einer kleinen, flexiblen Zange können dann aus den verdächtigen Bezirken Schleimhautstücke (=Biopsien) entnommen werden, die dem Arzt für Pathologie eine mikroskopische Unterscheidung zwischen gutartigen (=benignen) oder bösartigen (=malignen) Schleimhautveränderungen ermöglicht. Die Ärzte sprechen bei einer bösartigen Veränderung von einem positiven, bei einer gutartigen von einem negativen Befund. Zur Frage des Vorliegens von Metastasen werden röntgenologische Untersuchungen durchgeführt. Die Bauchorgane (z . B. Leber) können am einfachsten mit einer Ultraschalluntersuchung des Bauches (=abdominelle Sonographie) abgeklärt werden. Noch detailliertere Untersuchungsergebnisse liefert eine Computertomographie des Bauches (=Abdomen). Lungenmetastasen werden durch eine konventionelle Röntgenuntersuchung des Brustkorbes (=Thorax) und eine Computertomographie belegt oder ausgeschlossen. Knochenmetastasen werden mit der Knochenszintigraphie untersucht.

Die Behandlung (=Therapie) des Magenkarzinoms mit Aussicht auf Heilung erfolgt durch eine Operation mit teilweiser (=partieller) oder kompletter (=totaler) Entfernung des Magens (=Gastrektomie). Eine Linderung der Beschwerden und Verlängerung des Lebens ist durch eine Laserbestrahlung oder Strahlen- bzw. Chemotherapie möglich. Die Heilungsaussichten sind umso besser, je früher das Magenkarzinom entdeckt wird.

Quelle:
Krebsinformationsdienst, Deutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg (www.krebsinformation.de)

Dr. Dr. med. Th. Hürter, Geilenkirchen

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