Schlafapnoe

Die Schlafapnoe (=Schlafapnoesyndrom=schlafbezogene Atmungsstörung=SBAS) wird durch Schnarchen und Atemstillstände während des nächtlichen Schlafes ausgelöst.
Die Luftzufuhr wird dabei durch einen Kollaps des Rachenraumes für ½ bis 1 Minute unterbrochen. Der Patient findet keinen erholsamen Schlaf mehr.

Die Beschwerden (=Symptome) der Patienten sind Schnarchen und Atempausen. Diese werden meist nur vom Partner bemerkt. Die Patienten selbst sind am Tage ausgesprochen müde und unkonzentriert. Langfristig können Bluthochdruck, Herzinfarkt oder ein Schlaganfall entstehen. Die meisten Schlafapnoepatienten sind erheblich übergewichtig.

Der behandelnde Arzt befragt den Patienten und seinen Partner nach den o. g. Beschwerden. Danach veranlaßt er eine nächtliche Atemregistrierung mittels eines transportablen Aufzeichnungsgerätes in einer dafür spezialisierten Praxis (z. B. Lungenfachärzte, HNO-Ärzte). Falls sich dabei krankhafte Befunde aufzeichnen lassen, wird der Patient in ein Schlaflabor eines spezialisierten Krankenhauses (z. B. Lungenfachklinik) eingewiesen, damit dort eine umfangreiche Abklärung durch Polysomnographie erfolgen kann.

Handelt es sich um ausgeprägte Atemstillstände, wird man zunächst zu einer drastischen Gewichtsabnahme und Meidung
von alkoholischen Getränken sowie Beruhigungsmitteln am Abend raten. Bei einer Unwirksamkeit dieser Allgemeinempfehlungen wird zu einer nächtlichen Überdruckbeatmung (=CPAP-Beatmung) geraten. Dabei atmet der Patient über einen kleinen Kompressor Raumluft unter erhöhtem Druck ein, damit der Rachen nicht kollabiert. Die Verbindung zur Nase wird über einen längeren Schlauch mit Maske hergestellt. Die Erfolgsaussichten dieser Behandlung sind sehr gut.

Dr. Dr. med. Th. Hürter, Geilenkirchen

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