Weichteilrheuma

Der Sammelbegriff „Weichteilrheuma“ bezeichnet schmerzhafte Erkrankungen der weichen Organe des Bewegungsapparates (Muskeln, Sehnen, Sehnenscheiden, Bänder, Schleimbeutel). Eine typische weichteilrheumatische Erkrankung ist die Fibromyalgie. Sie tritt überwiegend bei Frauen mittleren Alters (30 – 50 Jahre) auf und zeichnet sich durch Schmerzen verschiedener Muskeln
am ganzen Körper aus. Die Ursache der Erkrankung ist unbekannt.

Die Patienten leiden unter zahlreichen, genau definierten Schmerzpunkten (=„tender points“) der Muskulatur. Darüber hinaus finden sich chronische (d.h. mehr als 3-6 Monate dauernde) Müdigkeit, Schlafstörungen, Kopf- und Bauchschmerzen sowie Depressionen.

Der behandelnde Arzt, am besten ein Internist
mit der Zusatzbezeichnung Rheumatologie, wird die Druckschmerzhaftigkeit der „tender points“ ertasten
(=palpieren). Alle weiteren Untersuchungen (Blut, Röntgen, Ultraschall des Bauches) sind regelrecht.

Zur Behandlung (=Therapie) eignen sich Krankengymnastik
und Sport, gelegentlich auch Psychopharmaka.
Die Behandlungsmöglichkeiten sind insgesamt unbefriedigend.
Die Patienten leiden viele Jahre unter den Beschwerden.
Die Lebenserwartung ist nicht eingeschränkt.

Dr. Dr. med. Th. Hürter, Geilenkirchen

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